Die Liedarcheologen

Gott loben mit den Christen vor uns

Man sagt, er war ein Gammler  

  

Man sagt, er war ein Gammler,
er zog durch das ganze Land,
raue Männer im Gefolge,
die er auf der Straße fand.
Niemand wußte, wo er herkam,
was er wollte, was er tat.
Doch man sagte: Wer so redet,
ist gefährlich für den Staat!

Man sagt, er war ein Dichter,
seine Worte hatten Stil.
Wer ihn hörte, schwieg betroffen,
und ein Sturm war plötzlich still.
Seine Bilder und Vergleiche
waren schwierig zu verstehn,
doch die Leute saßen stundenlang,
ihn zu hören und zu sehn.

Man sagt, er war ein Zauberer,
an Wundern fehlt' es nicht.
Er ging zu Fuß auf einem See
und gab den Blinden Augenlicht.
Machte Wein aus klarem Wasser,
kannte Tricks mit Fisch und Brot,
und er sprach von einer Neugeburt,
weckte Menschen auf vom Tod.

Man sagt, er war Politiker,
der rief: Ich mach euch frei!
Und die Masse wollte gern,
daß er ihr neuer König sei.
Er sprach laut von Korruption
und wies auf Unrecht offen hin,
doch man haßte seinen Einfluß -
und so kreuzigten sie ihn.

Er ist der Sohn des Höchsten,
doch er kam, um Mensch zu sein;
offenbarte Gottes Art,
um uns aus Sünde zu befrein.
So hab ich ihn erfahren,
ich begann, ihn so zu sehn.
Und ich meine, es wird Zeit,
wir sollten ihm entgegen gehn.

 

 

Larry Norman 1973

 

 

 Die Liedarcheologen

 

Larry Norman wurde oft als der "Großvater des Jesus-Rock" bezeichnet, weil es ihm im Rahmen der Jesus-People-Bewegung ein wichtiges Anliegen war, populäre und säkulare Musik mit christlichen Inhalten zu füllen. Sein bekanntestes Lied "Why should the devil have all the good music?" brachte diese Idee provokativ auf den Punkt.

Das Original "The Outlaw" beschäftigt sich mit unterschiedlichen Jesus-Sichtweisen und stellt an das Ende das eigene Bekenntnis.