Die Liedarcheologen

Gott loben mit den Christen vor uns

 O, liebster Jesus, denk ich dein

O liebster Jesus, denk ich dein,
strömt Glück in meine Seele ein
doch meine höchste Freude ist,
wenn du, o Jesus, bei mir bist.

Kein Lied so sehr zu Herzen dringt,
kein Klang, kein Ton so lieblich klingt,
kein Name bringt so reichen Lohn
als Jesus Christus, Gottes Sohn.

Du tröstest den, der Buße tut,
gibst dem, der bittet, neuen Mut;
dich suchen nimmt von uns das Leid,
dich finden, welche Seligkeit.

Kein Wort, o Jesus, würdig preist
die Güte, die du uns erweist.
Nur wer sich ganz in dich versenkt,
verspürt, was deine Liebe schenkt.

O Jesus, der uns Freude bringt,
du Quell, aus der uns Kraft entspringt,
Licht, das uns Gottes Liebe zeigt,
die alles Sehnen übersteigt.

Du unser Glück in dieser Zeit,
du Sonne unsrer Ewigkeit,
in dir erstrahlt der Gottheit Schein
lass uns mit dir verherrlicht sein

     

 

 

 Bernhard von Clairvaux, vor 1153

 

 

 

 Die Liedarcheologen

 

Der lateinische Hymnus "Jesu dulcis memoria" stammt vermutlich von Bernhard von Clairvaux, Zisterziensermönch des 12. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt steht das enge Verhältnis des Betenden zu Jesus Christus, der in überschwänglichen Worten als Quelle alles Guten gepriesen wird.