Die Liedarcheologen

Gott loben mit den Christen vor uns

So nimm denn meine Hände  

  

So nimm denn meine Hände
und führe mich
bis an mein selig Ende
und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen,
nicht einen Schritt:
wo du wirst gehn und stehen,
da nimm mich mit.

In dein Erbarmen hülle
mein schwaches Herz
und mach es gänzlich stille
in Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen
dein armes Kind:
es will die Augen schließen
und glauben blind.

Wenn ich auch gleich nichts fühle
von deiner Macht,
du führst mich doch zum Ziele
auch durch die Nacht:
so nimm denn meine Hände
und führe mich
bis an mein selig Ende
und ewiglich!

 

 

Julie von Hausmann 1862

 Die Liedarcheologen

 

Nach einer nicht sicher belegbaren Geschichte entstand der Text von Julie Katharina von Hausmann 1842, als sie ihrem Verlobten in eine afrikanische Missionsstation nachreiste, um ihn zu heiraten. Bei ihrer Ankunft musste sie jedoch feststellen, dass er inzwischen verstorben war und in dieser schweren Lage sucht sie Halt in Gott.

Durch den Pastor Gustav Knak kam der Text der sehr zurückhaltenden Julie von Hausmann an den Musiker Friedrich Silcher, der ihn vertonte.

Bis heute ist das Lied gleichermaßen bei Hochzeiten wie Beerdigungen beliebt